Kurzprofil

Zusammenfassung

Über Erik
  • Position: Systemarchitekt 
  • Aufgaben: Entwicklung, Konstruktion und Wartung von Hard- und Software für Verkehrsprodukte wie Lichtsignalanlagen, Verkehrssteuerungsanwendungen und V2I-Kommunikationssysteme; Definition von Produktanforderungen; Erstellung und Verifikation von Designs; Unterstützung von Test- und Produktionsprozessen 
  • Ein Wort, das meinen Job beschreibt: Kreativ 
  • Must-haves: Technisches Verständnis (insbesondere Elektronik), Kreativität, Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit und Genauigkeit 
SWARCO ITS

Zitat

„Ich habe zwar einen Bürojob, aber das macht meine Arbeit keineswegs weniger anspruchsvoll. Am meisten begeistert mich, neue technische Produkte aus dem Nichts oder aus sehr wenig Ausgangsmaterial zu entwickeln. Es ist ein großartiges Gefühl, wenn das eigene Produkt schließlich auf der Straße eingesetzt wird. Ich denke, genau deshalb arbeiten meine Kollegen und ich schon so lange hier. Die Arbeit wird nie langweilig.“

Erik, Systemarchitekt SWARCO Netherlands

Mit unseren zuverlässigen Produkten und Services bereiten wir Städte auf die Mobilität der Zukunft vor. In unterschiedlichen Rollen entwickeln, gestalten und betreuen unsere Mitarbeitenden diese Lösungen. Erik Vonkeman erläutert seine Rolle als Systemarchitekt in diesem Prozess. 

Erik arbeitet seit über 20 Jahren bei SWARCO. In dieser Zeit war er an mehreren Unternehmensübernahmen beteiligt, doch der Kern seiner Arbeit ist stets derselbe geblieben. Als Systemarchitekt verantwortet er die Entwicklung, Konstruktion und Wartung von Hardware und Verkehrsprodukten, die intelligente Mobilität ermöglichen und für einen sicheren sowie effizienten Verkehrsfluss sorgen. Dazu gehören Verkehrssteuerungssysteme, Verkehrssteuerungsanwendungen und V2I-Kommunikationssysteme für den öffentlichen Verkehr wie VECOM. 

Ein anspruchsvoller kreativer Prozess

„Ich sehe meine Arbeit als einen anspruchsvollen, kreativen Prozess“, sagt Erik. 

Wie sieht das konkret aus? 

Wenn ein Auftrag für ein neues (Teil-)Produkt eingeht, beginnt das Projekt wie jedes andere auch – mit einem strukturierten Briefing und einem klaren Kick-off. 

„Gemeinsam mit dem Team, das in der Regel aus einem Lead Engineer, einem Systemarchitekten sowie Hardware- und/oder Softwareingenieuren besteht, besprechen wir, wie das Endprodukt aussehen soll. Was ist das Ziel des Produkts? Was muss es leisten? Welchen Nutzen soll es bringen? Wir definieren die Anforderungen und Rahmenbedingungen im Detail. So weiß jeder genau, worauf wir hinarbeiten, und wir stellen sicher, dass das finale Produkt den Kundenspezifikationen entspricht.“ 

Das Produkt wird anschließend in Teilprojekte aufgeteilt und jede Komponente wird analysiert, um zu bestimmen, wie sie umgesetzt werden kann. Diese Denk- und Entwicklungsprozesse erfolgen sowohl einzeln als auch im Team. „Wir entwickeln das Produkt nicht nur funktional, sondern berücksichtigen auch weitere Faktoren wie die Klimabedingungen. Wie stellen wir sicher, dass das Produkt auch bei extremer Hitze oder Kälte zuverlässig funktioniert? Wie machen wir ein Straßenrandprodukt widerstandsfähig gegenüber Vibrationen durch den Schwerverkehr?“ Dieser Prozess kann Wochen oder sogar Monate dauern. 

Das Design zum Leben erwecken

Sobald alle Funktionen definiert sind, wird das erste Design erstellt. Das Team überprüft und optimiert dieses Design. Danach entsteht ein erster Prototyp. 

„Das ist ein wichtiger Moment“, erklärt Erik. „Wir möchten das Produkt physisch sehen, in der Hand halten und testen. Dadurch können wir überprüfen, ob es tatsächlich so funktioniert, wie wir es auf dem Papier vorgesehen haben.“ Häufig kehrt das Team anschließend noch einmal zum Reißbrett zurück, um das Design anhand erster Erkenntnisse weiter zu optimieren. 

„Wenn wir ausreichend Vertrauen in das Produkt haben, wird es umfassend getestet.“ Selbstverständlich muss das Produkt die unterschiedlichsten Sicherheitsvorschriften und Normen erfüllen. Es wird mit unterschiedlichen Methoden intensiv geprüft – häufig durch oder gemeinsam mit externen Partnern. 

„Es ist immer ein spannender Moment zu sehen, ob das, was man entwickelt hat, tatsächlich wie vorgesehen funktioniert und alle Anforderungen erfüllt.“

Übergabe an die Produktion 

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase folgt der nächste spannende Schritt: Das Produkt ist bereit für die Produktion. „Wir übergeben das Produkt an die Fertigung. Das geschieht in enger Abstimmung und mit einem detaillierten Briefing, damit sichergestellt ist, dass alles korrekt produziert wird.“  

Einsatz auf der Straße 

In dieser Phase liegt die Hauptverantwortung bei unseren Montageteams, den Technikern und den verantwortlichen Ingenieuren. „Ich bin nicht direkt für die Installation oder Inbetriebnahme verantwortlich, aber ich bin häufig in Pilotprojekte auf der Straße eingebunden.“ 

 

Tipps für zukünftige Kolleginnen und Kollegen

„Wenn man diesen Job machen möchte, muss man wirklich Freude daran haben, neue Produkte von Grund auf zu entwickeln. Außerdem sollte man gerne den ganzen Tag mit Elektronik arbeiten. Ein bloßes Interesse an Elektronik reicht eigentlich nicht aus – man braucht fast schon eine Leidenschaft dafür, besonders wenn man diese Arbeit langfristig ausüben möchte. Für mich war es ein großer Vorteil, denn ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht!“

Erik, Systemarchitekt SWARCO Netherlands

Blick in die Zukunft

In nächster Zeit wird sich Erik auf die Neuentwicklung des ACU-Prozessormoduls konzentrieren. 

„Das System ist bereits seit längerer Zeit im Einsatz. Nun werden wir auf Basis von Daten, Erfahrungen und Kundenanforderungen die nächste Generation dieses Produkts definieren und entwickeln.“  

Die Zukunft der Mobilität mitgestalten

Wenn du motiviert bist, komplexe Verkehrssysteme von der Konzeptphase bis zum Einsatz zu gestalten, bietet dir diese Rolle von Beginn an ein hohes Maß an Verantwortung und technischer Tiefe. Voraussetzung sind fundierte Kenntnisse in Elektronik und Systemdesign, kombiniert mit analytischem Denken und der Fähigkeit, Anforderungen in robuste, praxisnahe Lösungen zu übersetzen. 

Neugier, Präzision und Ausdauer sind entscheidend – insbesondere bei der Entwicklung von Produkten, die unter anspruchsvollen Umwelt- und Regulierungsbedingungen zuverlässig funktionieren müssen. Besonders spannend an diesem Job ist, dass Ergebnisse und Fortschritte direkt sichtbar werden. Man arbeitet nicht an abstrakten Konzepten, sondern an Systemen, die im täglichen Verkehr eingesetzt werden und Sicherheit, Effizienz sowie die Mobilität der Zukunft verbessern.