Vom Kolosseum und dem Forum Romanum bis zum Petersdom und dem Vatikan – Rom beherbergt einige der bekanntesten Wahrzeichen der Welt. Als eine der lebendigsten Hauptstädte Europas zählt die italienische Metropole insbesondere während der Hauptreisezeit zugleich zu den anspruchsvollsten Verkehrsräumen des Kontinents.

Tag für Tag teilen sich Hunderttausende Einwohner, Pendler, Touristen, Busse, Straßenbahnen und Lieferfahrzeuge die Straßen. Für die Verkehrsmanagement-Zentrale bedeutet das die tägliche Herausforderung, einen möglichst reibungslosen Fluss sicherzustellen und gleichzeitig einen zuverlässigen öffentlichen Personen- und Nahverkehr zu gewährleisten.

Rom verfügt bereits heute über eines der größten vernetzten Verkehrsmanagementsysteme Italiens. Rund 600 Kreuzungen sind in SWARCOs Plattform OMNIA integriert und ermöglichen der Stadt einen zentralen Überblick über das Geschehen sowie eine koordinierte Steuerung des gesamten Netzwerks.

Diese Infrastruktur hat bereits maßgeblich dazu beigetragen, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Doch in einer dynamischen Stadt wie Rom ist urbane Mobilität niemals „fertig“. Die Roma Servizi per la Mobilità, die städtische Gesellschaft für Planung und Management des Verkehrsnetzes, investiert deshalb kontinuierlich in die Weiterentwicklung ihrer vernetzten Infrastruktur. Dahinter steht ein klarer Gedanke: Die Erfolge von heute bilden die Grundlage für die intelligente, sichere und effiziente Mobilität von morgen.

Aufbauend auf einem bestehenden Netzwerk

Der Verkehrscontroller ITC-3 von SWARCO wurde entwickelt, um vernetztes Verkehrsmanagement auf die nächste Stufe zu heben. Durch die Kombination aus leistungsfähiger lokaler Kreuzungssteuerung und nahtloser Integration in OMNIA können Städte den Nutzen ihrer bestehenden Infrastruktur weiter steigern und sich gleichzeitig auf die wachsenden Anforderungen multimodaler und datenbasierter Mobilität vorbereiten.

Unterstützung einer neuen Straßenbahnlinie

Der erste Einsatz des ITC-3 erfolgt im Rahmen eines bedeutenden Infrastrukturprojekts rund um die neue Straßenbahnlinie Togliatti, eines der wichtigsten Investitionsvorhaben im öffentlichen Verkehr der italienischen Hauptstadt.

Die neue Strecke verbessert die Ost-West-Verbindung innerhalb Roms erheblich. Fahrgäste müssen künftig nicht mehr den historischen Stadtkern durchqueren, sondern können komfortabel zwischen den Außenbezirken pendeln und gleichzeitig mehrere U-Bahn-Linien direkt erreichen.

Im Zuge des Projekts werden 25 neue Kreuzungen entlang der Straßenbahnstrecke mit SWARCO ITC-3-Verkehrscontrollern ausgestattet und in die OMNIA-Plattform integriert. Dadurch lassen sich Straßenverkehr und herannahende Straßenbahnen optimal koordinieren. Das verbessert den Verkehrsfluss, unterstützt einen zuverlässigen Straßenbahnbetrieb und ermöglicht die zentrale Steuerung des gesamten Korridors als Bestandteil des Netzwerks der Stadt.

Nach der Integration in OMNIA profitiert die Stadt unter anderem von:

  • der Priorisierung herannahender Straßenbahnen an Kreuzungen,
  • einer koordinierten Signalsteuerung entlang der gesamten Strecke,
  • der Reduzierung von Verspätungen im öffentlichen Verkehr,
  • einem möglichst flüssigen Ablauf für alle Verkehrsteilnehmer sowie
  • der zentralen Überwachung und Steuerung des gesamten Korridors über eine gemeinsame Verkehrsmanagementplattform.

Im Gegensatz zu Lösungen, die ausschließlich den Individualverkehr berücksichtigen, ermöglicht das intelligente Zusammenspiel von OMNIA und ITC-3 eine gemeinsame Optimierung von Straßenverkehr und ÖPNV-Priorisierung innerhalb einer einzigen Plattform. Damit leistet das System einen wichtigen Beitrag zu einer effizienteren und nachhaltigeren urbanen Mobilität.

Eine technologische Grundlage für die Zukunft

Das geplante Projekt zeigt, wie Städte ihre Verkehrsinfrastruktur Schritt für Schritt modernisieren können, ohne ihre langfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren. Durch die Erweiterung eines bereits vernetzten Systems um die nächste Generation intelligenter Verkehrsrechner schafft Rom die technologische Grundlage für ein noch leistungsfähigeres Verkehrsmanagement in den kommenden Jahren.

Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die wachsende Nachfrage der SWARCO ITC-3-Technologie in Italien. Neben Rom wird der Verkehrscontroller bereits in Städten wie Genua, Trient, La Spezia und Savona eingesetzt beziehungsweise aktuell eingeführt. Dies verdeutlicht das wachsende Vertrauen in skalierbare und zukunftssichere Lösungen für ein modernes Verkehrsmanagement.

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